Aktie

Allgemeine Informationen

Die aventron AG Aktie wird auf der Berner Börse gehandelt, http://www.berne-x.com.

Ticker: AVEN

ISIN: CH0023777235

Valor: 2377723

Die Aktie kann über die Depotbank oder die üblichen Handelsplattformen erworben und verkauft werden. Volumen und Preis unterstehen dem Angebot und der Nachfrage

Informationen zu Aktie und der Firma sind des Weiteren auf Informationssystemen wie Bloomberg, Swissquote und Thomson Reuters erhältlich.

 

Zum Quellensteuerabzug von Dividendenerträgen der Schweizer aventron AG für in der Europäischen Union ansässige Aktionäre

In der gegenwärtigen Zinssituation können die Dividendenerträge der aventron AG für ihre Aktionäre eine wichtige Ertrags- und Renditequelle sein. Für Aktionäre mit Wohnsitz in der EU, die die aventron Aktien im heimischen Depot lagern, gibt es ein paar Sachverhalte und Gestaltungsmöglichkeiten zu beachten, damit die Dividendenrendite auch nach Steuern auf einem attraktiven Niveau bleibt.

Für den Fall, dass die Generalversammlung der aventron AG die Ausschüttung einer Dividende nicht aus dem Jahresgewinn, sondern aus dem steuerlichen Einlagenkonto der Gesellschaft beschließt, wird die Dividende ohne Verrechnungssteuerabzug, d.h. steuerfrei, auf den Depots der Aktionäre – auch mit Wohnsitz in der EU – gutgeschrieben.

Grundsätzlich gilt, dass Dividenden nach nationalem Steuerrecht im Sitz des auszahlenden Unternehmens besteuert werden. Bereits vor Auszahlung der aventron-Dividende werden den Aktionären unisono 35 Prozent sogenannte Verrechnungssteuer (in Deutschland: Quellensteuer) von der Eidgenössischen Steuerverwaltung abgezogen. Diese Steuern fallen auch an, wenn die Aktionäre in einem anderen Staat (z.B. in EU-Ländern) als das Unternehmen steuerpflichtig sind. Die Steuersätze auf Dividenden unterscheiden sich zwischen den einzelnen europäischen Ländern zum Teil erheblich. Dies und die individuelle Bemessungsgrundlage eines Aktionärs bestimmen, wo und ob es sinnvoll sein kann, eine Quellensteuerzahlung zurückzufordern. Zu beachten sind auch unterschiedliche Verfahren und Bearbeitungszeiten im Rahmen eines Rückerstattungsanspruches.

In Deutschland ansässige Aktionäre, unterliegen der unbeschränkten Einkommensteuerpflicht, so dass grundsätzlich das rund um den Globus erzielte Einkommen in Deutschland auch zu versteuern ist. Der Steuerpflichtige gibt die Dividendenerträge von der Schweizer aventron AG in seiner Steuererklärung an. Die Erträge fließen also in die steuerliche Bemessungsgrundlage ein. Über das mit der Schweiz bestehende Doppelbesteuerungsabkommen kann sich der deutsche aventron-Aktionär in der Regel einen Teil der zuvor abgezogenen Verrechnungssteuer von den deutschen Steuerbehörden erstatten lassen. Das Abkommen mit der Schweiz besagt, dass 15 Prozent der Dividende auf die deutsche Abgeltungssteuer anrechenbar sind. Die übrigen 20 Prozent (aus den 35 Prozent Schweizer Verrechnungssteuer) kann der deutsche Anleger beim Schweizer Fiskus zurückfordern.

Statt der vollen deutschen Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent führt die Depotbank also nur zehn Prozent an den deutschen Fiskus ab. Zusätzlich werden noch 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag fällig, insgesamt also 11,375 Prozent der Dividende. Verwaltet eine deutsche Bank die Aktien, übernimmt sie in der Regel das Verrechnen.

Um die restliche Quellensteuer zurückzubekommen, stellt der Anleger einen Antrag auf Rückerstattung der zu viel gezahlten Steuer beim Schweizer Fiskus. Entsprechende Formulare sind unter folgendem Link zum Download zur Verfügung:

https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/verrechnungssteuer/verrechnungssteuer/dienstleistungen/ausland.html

Das elektronische Erstattungsformular wird nach dem Ausfüllen drei Mal erzeugt. Ein Exemplar geht an die Eidgenössische Steuerverwaltung, eines an das zuständige, inländische Finanzamt und ein Exemplar verbleibt beim Antragsteller. Zur Bestätigung, dass der Antragsteller in Deutschland steuerpflichtig ist, ist ein Stempel des deutschen Finanzamts auf dem Erstattungsformular erforderlich. Mitsamt der Dividenden- und Steuermitteilung (in Kopie) von der depotführenden Bank sowie einem sogenannten Tax-Voucher, den der aventron-Aktionär bei seiner Depotbank beantragt, schickt der aventron-Aktionär den Erstattungsantrag dann an den Schweizer Fiskus (Eidgenössische Steuerverwaltung, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Schweiz). Die Rücküberweisung erfolgt in Schweizer Franken auf das angegebene Depotkonto des deutschen Anlegers. Wer die 20 Prozent Verrechnungssteuer von den Eidgenössischen Steuerbehörden zurückfordern möchte, muss diesen Erstattungsantrag innerhalb von drei Jahren nach dem Jahr der Entstehung der Verrechnungssteuer in der Schweiz stellen.