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Wechsel von der BX Swiss zum ausserbörslichen Handel bei der Berner Kantonalbank

Der Verwaltungsrat der aventron AG hat entschieden, die Kotierung an der BX Swiss aufzugeben und den Handel der Aktien der Gesellschaft künftig ausserbörslich über die Plattform der Berner Kantonalbank (www.otc-x.ch) zu gewährleisten. Letzter Handelstag an der BX Swiss ist der 14. Februar 2020.

Der Verwaltungsrat von aventron AG (aventron) hat sich aus mehreren Gründen für eine Um-kotierung entschieden:

  • An den Kapitalerhöhungen der letzten Jahre haben sich vor allem institutionelle Investoren beteiligt. Im Aktionariat der aventron AG zählen deshalb neben den Energieversorgern Primeo Energie, Energie Wasser Bern und Stadtwerk Winterthur Infrastruktur-Investoren wie UBS Clean Energy Infrastructure und Reichmuth Infrastruktur Schweiz zu den grössten Aktionären.
  • Die aventron will weiterwachsen, von heute rund 540 Megawatt auf 750 Megawatt bis Ende 2023. Um den Kapitalbedarf für diesen Ausbau zu sichern, ist die Gesellschaft auch in Zukunft vorab auf das Interesse von externen Finanzinvestoren angewiesen.
  • Für institutionelle Anleger, die eine Investition im Infrastrukturbereich suchen, ist das Listing der Titel an einer Börse keine Notwendigkeit – im Gegenteil: Die kurzfristige Volatilität des Aktienmarktes kontrastiert mit der typischerweise langfristigen Infrastrukturinvestition, welche zumeist abgekoppelt vom generellen Marktgeschehen stattfindet.
  • Das Handelsvolumen an der BX Swiss war sehr gering aufgrund des mehrheitlich langfristig investierten Aktionariats. Nur gut 5% der Aktien werden von Kleinaktionären gehalten.

Die BX Swiss hat dem Gesuch von aventron AG, den Handel an der BX Swiss bis am 14. Februar 2020 aufrecht zu erhalten und auf diesen Zeitpunkt die Aktien zu dekotieren, unter gewissen Auflagen stattgeben.

Aktionäre, die ihre Aktien wegen der Umkotierung verkaufen wollen, können dies bis zu diesem Zeitpunkt regulär über die Berner Börse BX Swiss abwickeln. Nach der Dekotierung wird den Privatanlegern mit dem OTC-Handel eine vergleichbare Liquiditätsplattform geboten. Durch das professionelle Market Making der Berner Kantonalbank ist auch im ausserbörslichen Handel eine Mindestliquidität sichergestellt.

Der Verwaltungsrat wird weiterhin regelmässig über den Geschäftsgang berichten.

aventron verzeichnet deutliche Umsatz- und Ergebnis-Steigerungen zum Halbjahr 2019

aventron hat im ersten Halbjahr 2019 490 GWh erneuerbaren Strom produziert und dabei einen Gewinn von 8.5 Mio. Franken erwirtschaftet. Umsatz und EBIT haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 17 bzw. 23 Prozent verbessert.

Im ersten Halbjahr 2019 erwirtschaftet die aventron einen Nettoerlös aus Lieferungen von Energie von 54.2 Mio. Franken (Vorjahr 46.5) bei einem EBIT von 19.2 Mio. Franken (Vorjahr 15.6 Mio.). Wesentlich zum Wachstum beigetragen haben die im Jahr 2018 neu erworbenen oder in Betrieb genommenen Kraftwerke. Dazu zählten beispielsweise Windparks in Deutschland, Spanien und Norwegen. Mit ihren Kraftwerksanlagen in sechs Ländern hat aventron 490 GWh (Vorjahr 410 GWh) erneuerbare Energie produziert. Zum Bilanzstichtag betreibt aventron in Europa ein Portfolio von 482 MW (Vorjahr 422 MW).

Im Verhältnis zum Nettoerlös liegt die EBITDA-Marge leicht höher bei 71.3 (70.2) Prozent und die EBIT-Marge wesentlich höher bei 35.1 (33.5) Prozent. Als Halbjahres-Nettoergebnis resultieren 8.5 Millionen Franken (Vorjahr 6.4 Mio.), das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Verbesserung um 34%. Das Halbjahresergebnis pro Aktie erhöhte sich damit auf 0.195 Franken pro Aktie (Vorjahr 0.187).

Nach den zufriedenstellenden Zahlen zum Halbjahr bestätigt die Geschäftsleitung seine für das Gesamtjahr 2019 abgegebene Prognose mit einem Umsatz von 102 Mio. Franken und einer EBIT-Marge von über 30 Prozent. Mit dem nun erfolgten Baustart des 50 MW Solarkraftwerks in Spanien und der 6.5 MW Solaranlage  in der Schweiz wurde das 500 MW Ziel wie im Vorjahr angekündigt erreicht. Angesichts der bestehenden, soliden Projektpipeline geht das Unternehmen davon aus, sein Ziel eines erneuerbare Energien Portfolios von 600 MW bis Ende 2020 zu erreichen. Dabei wird das Portfolio weiter ausgewogen zwischen Wind-, Sonnen- und Wasserkraft in den Ländern Schweiz, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Norwegen wachsen.

aventron startet Bauphase für 50 MW Solarprojekt in Spanien

aventron hat Finanzierungsverträge für das 50 MW Solarkraftwerk Bargas unterzeichnet und startet die Bauphase des 95 Hektar grossen Projekts bei Toledo, Spanien. Das Bargas-Projekt ist eines der ersten seiner Art, bei dem Strom aus erneuerbarer Energie gänzlich ohne Förderung (Subvention/Einspeisevergütung) produziert und ins Netz eingespeist wird.

Die Fremdfinanzierung für die Realisierung des 50 MW Bargas Projektes wurde mit der Banco Sabadell geschlossen. Es handelt sich um eine freistehende Photovoltaik Anlage mit einachsiger Nachführung der Module. Damit wird erreicht, dass die PV-Module immer im optimalen Winkel zur Sonne stehen und der Energieertrag erhöht wird. Mit dem Bau der Anlage ist der Generalunternehmer Solarpack Corporacion Tecnologica S.A. beauftragt, welcher nun die rund neunmonatige Bauzeit in Angriff nimmt. Mit der Inbetriebnahme wird das Solarkraftwerk Bargas jährlich 95 GWh sauberen Strom subventionsfrei in das Netz liefern.

Dies ist ein wichtiger Meilenstein für aventron. Einerseits wird die installierte Leistung der Gruppe deutlich über 500 MW steigen und der Anteil der Solarenergie im Portfolio gestärkt. Diese ist sehr komplementär zu dem bestehenden Wind- und Wasserkraftportfolio und stärkt die Diversifikation der Produktion insgesamt. Anderseits beweist aventron mit diesem Projekt, dass grosse Solarkraftwerke bereits heute subventionsfrei und frei von Einspeisevergütungen wettbewerbsfähig betrieben werden können. Dr. César Alcazar Santos, Leiter von aventron España SL: «Als engagierter Akteur im europäischen  Energiesektor gestalten wir die Zukunft mit und leisten einen wesentlichen Beitrag für erneuerbare Stromproduktion. Nach 3 Jahren intensiver Arbeit und enger Zusammenarbeit mit unserem lokalen Entwicklungspartner sind wir stolz darauf, das 50 MW Solarprojekt Bargas nun in die Bauphase nehmen zu können».

Das Bargas-Projekt ist eines der ersten seiner Art und wegweisend für den weiteren Verlauf der europäischen Energiewende.

aventron realisiert 6.5 MW Aufdach-Solaranlage in der Schweiz

Auf dem Dach der ALDI SUISSE-Zweigniederlassung in Perlen (LU) entsteht in diesem Herbst eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 6.5 MW, die zweitgrösste der Schweiz.

Mit einer Fläche von 45’000 m2 – das entspricht rund sechs Fussballfeldern – und einer installierten Leistung von 6’460 Kilowatt Peak ist die Solaranlage über 1000-mal so gross wie eine durchschnittliche Solaranlage auf einem Einfamilienhaus und zählt somit zu den Grössten ihrer Art in der Schweiz. ALDI SUISSE stellt die Infrastruktur dafür bereit und ermöglicht damit die künftige Nutzung des überaus grossen Daches zur Stromproduktion. Die Anlage wird künftig nachhaltig produzierten Strom für 2000 Haushalte bereitstellen.

Der produzierte Strom wird zu rund einem Viertel vor Ort verbraucht. Die restlichen Dreiviertel werden über einen langjährigen Stromabnahmevertrag mit der Primeo Energie AG vermarktet. Die Absicherung des Stromverkaufs über einen langfristigen Stromabnahmevertrag ist im Bereich der Solarenergie innovativ und wegweisend für die Zukunft jenseits von fixen Einspeisevergütungen.

Dies ist ein wichtiger Meilenstein für aventron. Mit der Umsetzung des Projektes festigt aventron ihre Position als führender Betreiber von Solaranlagen in der Schweiz. Die Solarenergie ist sehr komplementär zu dem bestehenden Wind- und Wasserkraftportfolio der aventron und stärkt die Diversifikation der Produktion insgesamt.

aventron steigert Gewinn und schlägt höhere Dividende vor

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 mit einer Umsatzsteigerung um 19 Prozent konnte der Gewinn pro Aktie auf 0.27 Franken pro Aktie erhöht werden. Das Portfolio erreicht 476 MW.   

Der Nettoerlös der aventron stieg im Geschäftsjahr 2018 um 19 Prozent auf 91,8 (Vorjahr 77,1) Mio. Franken. Zu diesem Wachstum haben die Sacheinlagen, welche mit der Kapitalerhöhung 2018 eingebracht wurden, und insbesondere die neuen akquirierten Anlagen im Windbereich Deutschland und im Wasserkraftbereich Norwegen beigetragen. Den EBIT konnte aventron um 18 Prozent auf 28,2 Mio. (23,9 Mio.) Franken steigern. Portfoliovergrösserung, betriebliche Verbesserung und Währungseffekte aus dem verbessertem Euro-Kurs führten zu einem Gewinn von 10,2 (8,3) Mio. Franken. Der Gewinn pro Aktie stieg im Geschäftsjahr 2018 um 8,2 Prozent auf 0.27 Franken pro Aktie. Dies trotz der Verwässerung durch die neu ausgegebenen Aktien aus der Kapitalerhöhung 2018. Damit unterstreicht aventron einmal mehr die Ertragskraft seines auf erneuerbaren Energien basierenden Geschäftsmodells.

Die Bilanzsumme stieg innerhalb des Berichtszeitraums auf 748,9 (686,9) Mio. Franken. Per Ende 2018 verfügte die aventron-Gruppe über flüssige Mittel in der Höhe von 66,8 (39,4) Mio. Franken.

Das Portfolio umfasste Ende 2018 eine konsolidierte installierte Gesamtleistung von 476 (386) Megawatt. Das Segment Windkraft lieferte 55,4 Prozent des Nettoerlöses. 30,5 Prozent  stammten vom Segment Photovoltaik und 14,1 % vom Segment Wasserkraft.

Um 8,7 Prozent höhere Dividende beantragt

Das gute Ergebnis erlaubt es aventron, die Aktionäre mit am Erfolg zu beteiligen. Deshalb schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vor, die Dividende von bisher 0.23 Franken um 8,7 Prozent auf neu 0.25 Franken je Aktie zu erhöhen. Die Generalversammlung der aventron AG findet am 11. April 2019 statt.

Neue Zusammensetzung des Verwaltungsrates

Der Verwaltungsrat der aventron AG entwickelt sich weiter. Mit der Konsolidierung der aventron in die EBM Gruppe, werden die Vertretungen im VR aventron entlang der Führungsstrukturen der Kontrollmehrheit angepasst. Nicht mehr zur Wahl stehen, Cédric Christmann (Verwaltungsratspräsident), George Coelho und Werner Ulmer. Neu werden Conrad Ammann, Daniel von Moltke und Nicolas Wyss der Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen. Als Verwaltungsratspräsident wird Conrad Ammann und als Präsident des Audit und Entschädigungs- Komitee Beat Huber vorgeschlagen, das unter Vorbehalt ihrer Wahl in den Verwaltungsrat.

Erwarteter Umsatz 2019 erstmals bei über 100 Millionen Franken

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Geschäftsleitung bei durchschnittlichen Wetterbedingungen und stabilem Euro-Kurs ein Umsatzplus von rund 11 Prozent auf rund 102 Millionen Franken mit einer konstant hohen EBIT-Marge von über 30 Prozent. Mit Blick auf die bestehende, solide Projektpipeline für die nächsten 18 Monate geht das Unternehmen davon aus, sein Ziel eines erneuerbare Energien Portfolios von 600 Megawatt bis Ende 2020 zu erreichen. Dabei wird das Portfolio wie bisher ausgewogen zwischen Wind-, Sonnen- und Wasserkraft in den Ländern Schweiz, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Norwegen wachsen.