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Mehr Lebensraum für die Lützel in der Gemeinde Laufen

Der Kanton Basel-Landschaft hat einen Teil der Lützel in Laufen revitalisiert und durch ein Auenprojekt ökologisch aufgewertet.

 

 

 

 

 

 

Die Lützel schlängelt sich in vielen Windungen durchs gleichnamige Tal und überrascht mit ihrem dichten Uferbewuchs. Hier nisten noch Wasseramsel und Eisvogel. Das Flüsschen ist zudem ein Gewässer, das überdurchschnittlich viele Krebse aufweist. Im Gebiet «Säuschüre», kurz vor der Mündung in die Birs, trat das typische Juragewässer bei Hochwasser oft über die Ufer und überschwemmte das anstossende Land. Der Kanton Basel-Landschaft hat nun eine Privatparzelle erworben und ökologisch aufgewertet. Davon profitieren Fauna und Flora.

Das kantonale Auenprojekt wurde finanziell durch den Ökofonds der Birseck Hydro AG, eine Gesellschaft, an welcher die EBM (Genossenschaft Elektra Birseck) beteiligt ist, und von Pro Natura Baselland aus dem Fonds «Hallo Biber» grosszügig unterstützt. Nebst Aspekten des Naturschutzes, des Hochwasserschutzes und des Wasserbaus wurden auch die Anliegen der Fischer mitberücksichtigt. Beim Projekt entschlossen sich die Fachleute, das Bachbett der Lützel teilweise umzulenken. Führt die Lützel mehr Wasser als gewöhnlich, gelangt ein Teil in das neuangelegte Gerinne, welches etwa 4-mal breiter als die bestehende Lützelsohle ist. Ein Teil des bestehenden Bachufers wurde nicht verändert. So wird verhindert, dass das Wasser in den Fluss zurück fliesst. Die Ufer der neuen Aufweitungsflächen wurden so flach wie möglich angelegt. Die neuen Uferpartien werden sich durch das im Bach mitgeführte Geschiebe und durch Erosion selbst gestalten. Vereinzelt wurden ein paar Reisig- und Rutenbündel (Faschinen) sowie Granitsteine eingebaut. Das gesamte Aushubmaterial wurde vor Ort entlang der Kantonsstrasse abgelagert. Im Frühling wird eine Magerwiesenmischung angesät. Im restlichen Gebiet der Aue kann sich die Vegetation selbst entwickeln. So entsteht ein offener Bewuchs in diesem teilweise eng eingeschnittenen Tal.

Die Bauarbeiten begannen aus Rücksicht auf Fische und Krebse erst Mitte Oktober 2011. Als Folge des schönen und trockenen Herbstwetters konnten die Arbeiten Mitte November 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Kosten der Bauausführungen von rund Fr. 85’000.- entsprechen dem Kostenvoranschlag.

Weitere Informationen:

  • BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Rolf Mosimann, Fachbereichsleiter Gewässerunterhalt, Geschäftsbereich Wasserbau, Tiefbauamt, Telefon 061 552 54 87

 

Originalmedienmitteilung

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